Lehrgangsteilnehmer proben den Ernstfall - Der Ausbildungsverbund H2O schließt seine Lehrgänge ab
Eines war von Anfang an klar: Das würde eine schweißtreibende Angelegenheit werden. Die Rede ist von der Abschlussübung der diesjährigen Truppmann- und Truppführungslehrgänge im Ausbildungsverbund H2O ( Handewitt – Harrislee – Oeversee ).
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Versammelt hatten sich die 23 angehenden Truppfrauen und -männer sowie die 21 Truppführerinnen und Truppführer am 26.6. kurz vor 19 Uhr am Gerätehaus der Feuerwehr Handewitt. Nach einer Begrüßung durch den Ausbildungsleiter Frank Thiel bereiteten sich die angehenden Feuerwehrleute darauf vor, per Funk zum Übungsgelände abgerufen zu werden. Da das Thermometer am frühen Abend immer noch 30 Grad zeigte, war Marscherleichterung angesagt – zumindest bis zum unmittelbaren Einsatz. Auch die Wasserflaschen kursierten ununterbrochen und es wurde jedes schattige Plätzchen gesucht.
Die Übungsszenarien, die gleichzeitig die Praxisprüfungen für die Lehrgangsteilnehmer darstellten, waren wenige Kilometer vom Gerätehaus auf dem Gelände des Busunternehmens Hansen-Borg aufgebaut worden. Sechs verschiedene Herausforderungen warteten dort auf die anrückenden Kräfte, neben einer Brandbekämpfung und Löscheinsätzen mit Menschenrettung auch unterschiedliche Unfallsituationen, bei denen technische Hilfe gefragt war. So wurden die Kameradinnen und Kameraden z. B. mit einem Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen sowie zwei Arbeitsunfällen – Personen unter Baggerschaufel bzw. abgestürzt in einen Schacht – konfrontiert. Die „Opfer“ waren dafür mit Hilfe des Teams der Notfalldarstellung vom Jugendrotkreuz in Nordfriesland besonders realitätsnah geschminkt worden. Das Gelände der Firma Hansen-Borg mit seinen großen Hallen und Werkstätten war wie geschaffen für die Übungen und wurde vom Firmeninhaber bereitwillig zur Verfügung gestellt. „Die Unterstützung unserer Feuerwehr ist für uns selbstverständlich“, merkte Ralf Hansen-Borg an, der früher selbst viele Jahre in der Feuerwehr war.
Unter den kritischen Augen der Ausbilder und unter dem besonders kritischen Blick von Horst Matthiesen, der erneut den Bereich „Übungsbewertung“ übernommen hatte, gelang es den Nachwuchskräften, alle Szenarien zügig und professionell abzuarbeiten. Dabei wurden diverse Materialien eingesetzt, neben den üblichen Schläuchen und Hohlstrahlrohren auch Atemschutzgeräte, Hebekissen und Schere und Spreizer. „Natürlich passieren kleine Fehler“, räumte der Lehrgangsleiter Frank Thiel im Nachgang ein. Aber auch dafür seien solche Abschlussübungen schließlich da. „Der Gesamteindruck jedenfalls war überaus positiv.“
Dem konnten sich die geladenen Gäste aus den Gemeinden und Feuerwehren des Verbundes und aus benachbarten Ausbildungskooperationen beim folgenden gemütlichen Beisammensein nur anschließen. Groß war das Lob für die Bereitschaft der Ehrenamtler, die erneut einen großen Zeitaufwand betrieben hatten. So mussten z. B. die Truppfrauen und -männer 16 Termine wahrnehmen, die angehenden Truppführungen immerhin noch 13, darunter auch ganze Samstagnachmittage.
Am Ende hielten fast alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den beiden Ausbildungslehrgängen ihre Ernennungen zum Truppmann/-frau oder Truppführer/-führerin in der Hand, darunter auch ein Kamerad aus der Feuerwehr Meyn, der im benachbarten Verbund einige ausgefallene Stunden nachholen musste. Nur zwei Kameraden müssen noch warten, da auch sie ebenfalls Stunden versäumt hatten, die in Kürze nachgearbeitet werden.
Der erfolgreiche Abend jedenfalls ging bei einem gemütlichen Essen und v. a. – der fast tropischen Hitze geschuldet – bei zahlreichen Erfrischungsgetränken in lockerer Atmosphäre zu Ende.
Bilder & Text: Jan-Christian Schwarz - Presseteam Kreisfeuerwehrverband Schleswig-Flensburg
Letztes Update: 2026-06-29
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