Alarmübung in Eggebek: Menschenrettung in stark verrauchten Gebäude
Anspruchsvolle Einsatzlage für vier Feuerwehren: Im Rahmen einer Alarmübung trainierten die Feuerwehren aus Eggebek, Langstedt, Jerrishoe und Janneby die Menschenrettung und Brandbekämpfung in einem ehemaligen Fleischereibetrieb in Eggebek.
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Das Übungsszenario hatte es in sich: Das über die Jahre mehrfach erweiterte Gebäude besteht aus Erd- und Untergeschoss und ist durch die zahlreichen Anbauten äußerst verwinkelt und unübersichtlich. Im hinteren Gebäudebereich befindet sich zudem die ehemalige Räucherei. Um möglichst realitätsnahe Bedingungen zu schaffen, war das gesamte Gebäude bereits vor Übungsbeginn mit mehreren Nebelmaschinen stark verraucht worden.
Nach der Alarmierung galt es für die Einsatzkräfte, insgesamt acht vermisste Personen im Gebäude zu finden und zu retten. Sechs dieser Vermissten wurden durch Mitglieder der Jugendfeuerwehr des Amtes Eggebek dargestellt, zwei weitere durch Übungspuppen. Für die eingesetzten Atemschutzgeräteträger bedeutete dies eine besonders intensive Herausforderung.
Die Einsatzstelle wurde in vier Einsatzabschnitte gegliedert. Neben der Menschenrettung lag ein weiterer Schwerpunkt auf der Brandbekämpfung. Das benötigte Löschwasser wurde über die umliegenden Hydranten entnommen.
Eine zusätzliche Aufgabe bestand in der taktischen Ventilation. Ziel war es, das stark verrauchte Gebäude kontrolliert vom Rauch zu befreien und damit die Bedingungen für die Einsatzkräfte und die Menschenrettung zu verbessern. Auch eine Leiterrettung war Bestandteil des Übungsszenarios.
Rund 60 Einsatzkräfte waren an der Übung beteiligt. Drei Beobachter begleiteten das Geschehen und gaben im Anschluss Rückmeldungen zu den einzelnen Einsatzabschnitten. Dabei gab es sowohl Lob als auch konstruktive Kritik – schließlich ist genau das der Sinn einer solchen Übung: Abläufe zu überprüfen, Schwachstellen zu erkennen und die Zusammenarbeit weiter zu verbessern.
Im Anschluss an die Übung folgten eine gemeinsame Nachbesprechung und ein gemeinsames Essen. Besonders hervorgehoben wurden die umfangreiche Vorbereitung und Ausarbeitung der Übung sowie die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Ein besonderer Dank gilt den Feuerwehren Langballig, Westerholz, Wanderup, Jörler Raum sowie dem Amt Arensharde für die Unterstützung und die zur Verfügung gestellten Gerätschaften und Materialien, unter anderem Nebelmaschinen und Übungspuppen. Ein zusätzliches Dankeschön ging auch an alle Einsatzkräfte, Beobachter, Helferinnen und Helfer sowie die Jugendfeuerwehr, die zum Gelingen dieser anspruchsvollen Alarmübung beigetragen haben.
Die Übung zeigte einmal mehr, wie wichtig eine gute Vorbereitung, eine klare Einsatzstruktur und vor allem die Zusammenarbeit über die Grenzen der eigenen Feuerwehr hinaus sind.
Bilder & Text: Jasper Hentschel - Presseteam Kreisfeuerwehrverband Schleswig-Flensburg
Letztes Update: 2026-09-11
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