Kreisfeuerwehrverband Schleswig-Flensburg

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Schleswig-Flensburg

"Es brennt, es brennt!"

"Es brennt, es brennt!"

Heißausbildung beim KFV

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„Es brennt, es brennt!“

Diese Worte haben alle Kameradinnen und Kameraden in den vergangenen Tagen häufig zu hören bekommen.

Auch in diesem Jahr war es wieder so weit. Vom 20. August bis zum 22. August ging es insgesamt für 252 Atemschutz Geräteträger*innen der Freiwilligen Feuerwehren aus dem gesamten Kreisgebiet Schleswig-Flensburg in die sog. „Heißausbildung“ an der Kreisfeuerwehrzentrale in Schleswig.

An drei Ausbildungsstationen konnten unsere Atemschutz Geräteträger*innen unter Einhaltung der geltenden „Coronaregeln“, ihre Fertigkeiten, Kenntnisse und ihr Wissen, über das taktische Vorgehen der Brandbekämpfung trainieren, verfeinern und Neues ausprobieren. „Learning by doing“ war hier das Motto! In die individuellen, standardisierten Abläufe und Vorgehensweisen jeder einzelnen Feuerwehr wurde nicht eingegriffen. Es wurden lediglich Erfahrungen ausgetauscht und ein zusätzliches Angebot an taktisches Vorgehen vermittelt.

Um einen reibungslosen und organisierten Ausbildungsablauf zu gewährleisten, wurde den jeweiligen Fortbildungsteilnehmenden einer unserer acht Heißausbilder*innen sowie einer unserer Scouts (Ansprechpartner für die Teilnehmenden) zur Seite gestellt, welche die Teilnehmenden durch alle Ausbildungsstationen und Inhalte begleiteten.

In voller Schutzausrüstung starteten unsere Atemschutzgeräteträger*innen gut gelaunt und hoch motiviert nach einer kurzen Einweisung ins Aus- bzw. Fortbildungsprogramm in ihr Training.

Den Kamerad*innen wurde u.a. die Türöffnung mittels Halligan- und TnT Tool durch verschiedene Techniken an einer „Brechtür“ gezeigt, welche sie im Anschluss selbst üben und ausprobieren konnten.

Weiter ging es in das aktive Hohlstrahlrohrtraining. Ausbildungsziel war die sichere Handhabung und der richtige Umgang mit dem Hohlstrahlrohr sowie das „Einfangen“ und „Zurückdrücken“ einer Gasflamme. Hier konnten bereits erste Erfahrungen gesammelt und ein Gefühl für das Feuer, die Wärme und das Verhalten der Flamme entwickelt werden, bevor es dann zum letzten Ausbildungsabschnitt ging.

Hier wartete auf die Kamerad*innen das „Highlight“ des Tages - die „Innenbrandbekämpfung“ im mobilen gasbefeuerten Brandübungscontainer.

Im erweiterten Angriffstrupp (drei Atemschutz Geräteträger*innen) ging es für den Trupp über eine Treppe hinab in den Container. Hier wurde es warm - sehr warm! Alle zuvor angesprochenen Techniken und Ausbildungsinhalte griffen nun ineinander und verlangten unseren Atemschutzgeräteträger*innen unter extremer Belastung und Hitzeentwicklung einiges oder gar alles ab!

Ohne Frage handelt es sich hier um eine Extremsituation. Persönliche Belastungsgrenzen wurden für jeden Einzelnen erreicht oder neu gesetzt.

Im Container galt es verschiedene Aufgaben / Brandstellen abzuarbeiten, u.a. wurde ein Gasleitungsbrand simuliert, bei dem die Gaszufuhr durch Abschiebern unterbrochen werden sollte oder es musste ein Zimmerbrand inklusive Rauchgasdurchzündung bekämpft werden.

Nachdem diese Aufgabe erfolgreich abgearbeitet wurde, gab es zu guter Letzt eine kurze Nachbesprechung und Manöverkritik mit den jeweiligen Trupps und ihrem zugeteilten

Heißausbilder*innen. Fehler machen war hier natürlich erlaubt bzw. auch gewollt. Nur durch stetiges trainieren und lernen, können WIR auf die Gefahren der Brandbekämpfung reagieren, handlungssicherer werden und im Ernstfall entsprechend agieren.

Ein großes DANKESCHÖN gilt hier allen freiwilligen Helfern und Organisatoren, die dieses Wochenende ermöglicht haben. Ohne EUCH funktioniert es nicht!

Wir bedanken uns beim Sanitätsdienst vom Deutschen Roten Kreuz und den Heißausbildern vom Fachbereich Atemschutz aus dem Kreis SL-FL.

Wir freuen uns, dass wir weitere Kreisausbilder aus anderen Fachbereichen vom Kreis Schleswig-Flensburg zur Unterstützung hatten, um auch fachübergreifend Erfahrungen auszutauschen. Ebenso freuen wir uns über die gut funktionierende kreisübergreifende Unterstützung und Zusammenarbeit aus Nordfriesland, der Stadt Flensburg und dem Kreis Ostholstein.

Wir bedanken uns bei „Pepe“ unserem „Brandstifter“.

Wir bedanken uns ebenso bei unserer Geschäftsstelle, den Kollegen der Feuerwehrtechnischen Zentrale (einige haben extra ihren Urlaub unterbrochen), unserer Kreiswehrführung SL-FL inkl. dem Kreiswehrvorstand und dem Löschzug Gefahrgut vom Kreis SL-FL.

Ein spannendes, abwechslungsreiches und auch lehrreiches Wochenende fand positiven Zuspruch bei allen Akteuren!

Bastian, Michael und Timo

Letztes Update: 2021-08-30

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