Tagebuch eines Juleica Lehrganges

Glückliche Lehrgangsteilnehmer

Sontag, den 15.10.2017

Am Sonntag sind wir alle um 14 Uhr ins Jugendfeuerwehrzentrum  Rendsburg angereist. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben, haben wir uns für eine Vorstellrunde im Lehrsaal getroffen. Wir haben uns zu zweit zusammen gefunden und sollten uns gegenseitig Fragen stellen. Im Anschluss haben wir unseren Partner der gesamten Gruppe vorgestellt. Kurz darauf haben wir uns für ein kleines Spiel draußen getroffen. Um 18:00 Uhr gab es dann im Speisesaal das Abendessen. Um 19 Uhr starteten wir mit der letzen Einheit des Tages. Den Abend über gestaltete jeder seinen individuellen Lebensbaum, der Folgende Sachen beinhaltete: Ich, das mag ich, das mag ich nicht, warum will ich JGL werden, Schwächen und Stärken, Wüsche, Träume und Visionen. Abschließend hat jeder seinen Baum der Gruppe präsentiert. Mit Rätsel- und Gesellschaftsspielen haben wir den Abend dann ausklingen lassen. (Celine)

 

Montag, den 16.10.2017

Es gab wie jeden Morgen um 8:30 Uhr Frühstück. Danach folgte die Morgenrunde und der erste Themenblock. Es war die Gruppenpädagogik l. Dort haben wir die Phasen aufgestellt, die eine Gruppe durchläuft: Orientierungsphase, Machtkampfphase, Vertrautheitsphase, Differenzierungsphase, Trennungsphase und Neuorientierungsphase. Anhand eines lustigen Beispiels (Beziehung Freund/Freundin- erst kennenlernen, dann um denjenigen kämpfen, sich gegenseitig anvertrauen und Beziehung führen, langsames auseinanderbrechen der Beziehung, Trennung, nach neuem Partner Ausschau halten)wurden die Phasen eindeutig und jeder hat sie verstanden. Außerdem haben wir verschiedene Gruppenmitglieder kennengelernt, z.B. Egoist, Gruppenmutti, graue Eminenz, Clown, Sündenbock, Mitläufer etc. Zu den verschiedenen Charakteren haben wir Plakate ausgearbeitet, die sowohl negative als auch positive Eigenschaften für die Gruppe und des jeweiligen Charakters beinhalten. Nach der Mittagspause ging es mit dem zweiten Teil der Gruppenpädagogik weiter. Dort haben wir drei Führungsstile kennengelernt. Wie heißen sie? Wie verhalten sie sich? Was bewirkt es gegenüber der Gruppe? Außerdem stellten wir uns die Fragen Was ist eine Gruppe? Wie setzt sich eine Gruppe zusammen? Was macht eine Gruppe aus? Nach dem Abendessen folgte auch schon die letze Einheit. Hier erstellten wir eine Collage, wie der perfekte JGL aussehen soll. Die erste Gruppe erstellte den perfekten JGL aus Sicht der Kinder, die zweite aus Sicht der Eltern und die letzte aus Sicht eines Vorstandes. Jede Gruppe hat ihre Plakate individuell gestaltet und anschließend den anderen Gruppen vorgestellt. Am Ende des Tages gab es eine Feedbackrunde, bevor jeder den Abend für sich ausklingen lassen hat. (Angelina)

 

Dienstag, den 17.10.2017

Nach unserem morgendlichen Frühstück und einem kleinen Wup, haben wir unseren Morgenblock mit dem Thema ,,Rechte in der Jugendarbeit" begonnen und dazu eine Gruppenarbeit gemacht. Nachdem der Block vorbei war, hatten wir unsere wohlverdiente Mittagspause. Dann ging es am Nachmittag mit der Erlebnispädagogik weiter, bei der wir Spiele auf Vertrauensbasis gespielt haben, sowie die Gruppendynamik gestärkt haben. Am Abend erwartete uns das Thema Sexualpädagogik, bei der wir gelernt haben, offen über dieses Thema sprechen zu können. (Rabea)

 

Mittwoch, den 18.10.2017

Auch dieser Tag startete um 8:30 Uhr mit dem Frühstück. Eine Stunde später starteten wir mit der Morgenrunde. Sascha Keßler (Stadtjugendfeuerwehrwart Flensburg) kam zu Besuch. Gemeinsam sprachen wir über die Rechte und Pflichten in der Jugendfeuerwehr und die Aufgabenverteilung Jugendwart vs. JGL vs. JGF vs. Betreuer. Dies  war für alle sehr spannend, denn es kamen viele neue Sachen auf, die vorher nicht bekannt waren. Die Strukturen wurden klar und auch über die Grundlagen und Aufgaben der Führungspositionen wurde sich unterhalten. Ein super Gespräch, bei dem alle was mitnehmen konnten.  Am Nachmittag haben wir uns mit Orga&Finanzen beschäftig. Im Theorieteil wurde u. A. besprochen, was beim planen einer Fahrt beachtet werden muss und wie man einen Kostenfinanzierungsplan aufstellt. Im praktischen Teil wurde in 3er Gruppen eine eigene Fahrt geplant. Hier musste man dann bei Unterkünften, Busunternehmen, Schwimmbäder, Freizeitparks,… angerufen werden und sich über z.B. über Preise informiert werden, damit der Kostenfinanzierungsplan auch realitätsnah erstellt werden konnte. Die „Scheckübergabe“ wurde nach den Vorstellungen der einzelnen Gruppen vollzogen. Die Jury hat entschieden, dass die „Bezuschussung“ von 500€ der Sparkasse an die Fahrt zum Weissenhäuser Strand, die Hendrik W., Lina und Rabea mit der „JF Mittelangeln“ hätten durchgeführt, ging. Im letzten Block des Tages ging es um Sozialisation. Vorerst wurde eine Definition erarbeitet und Punkte gesammelt, wodurch man beeinflusst wird, bevor es in den praktischen Teil ging. Jeder erstellte hier seine eigene Lebenskurve mit Höhe- und Tiefpunkten. Diese durfte dann freiwillig der Gruppe vorgestellt werden. Bevor alle schlafen gingen, lernte der ein oder Andere noch für den Test, der am nächsten Tag auf dem Tagesplan stand. Die letzten Fragen wurden geklärt und die Plakate sich nochmal durchgelesen. (Ingo)

 

Donnerstag, den 19.10.2017

Der Tag fing wie die letzen Tage ebenfalls mit dem Frühstück um 8:30 Uhr an. Nach der Morgenrunde gab es einen kurzen Theorieblock, in der wir klärten, was Spiele sind, welche Arten es gibt, was es bei der Regelerklärung zu beachten gibt und auf was sonst noch geachtet werden muss. Anschließend sollten wir in Gruppen ein eigenes Spiel entwickeln. Hierdurch entstanden 4 neue Spiele, wovon wir auch direkt 3 getestet haben. Das 4te Spiel wurde auf den morgigen Tag verlegt. Bevor die theoretische Testphase begann, gab es eine Pause, damit alle tief durchatmen konnten und sich dann mit voller Energie der Prüfung stellen konnten. Für den Abend überlegte sich die gesamte Gruppe ein Abendprogramm und überraschte die Referenten/Betreuer. Nachdem die Updatezeremonie („Hochzeit“) vollzogen wurde, folgte ein Spieleabend mit Werwolf und dem Kutscherspiel, bevor sich der letzte Abend dem Ende neigte. (Nadine)

 

Freitag, den 20.10.2017

Am Freitag war die Nacht schnell zu Ende, denn bereits vor dem Frühstück mussten wir unsere Zimmer geräumt haben und unsere Schlüssel an der Rezeption abgeben.

Nach dem verräumen unserer Koffer in den Tagesraum oder in die Autos, ging es dann endlich zum stärkenden Frühstück.

Nach dem Frühstück ging es in den Tagungsraum, in dem wir erst einmal unsere all morgendliche Morgenrunde abhielten, die aufgrund der Müdigkeit aber auch wieder recht kurz ausfiel. Anschließend spielten wir noch das letzte unserer am Vortag selbst entwickelten Spiele auf dem Parkplatz, „Finde deinen Partner“ bei dem es darum ging, wie der Name schon vermuten lässt, seinen vorher ausgelosten Partner mit verbundenen Augen zu finden, indem der eine zu einem Gegenstand das Geräusch und der andere den selbigen Gegenstand beschreibt.

Anschließend fingen wir mit der eigentlichen Tagesaufgabe an, einem Planspiel. Hierbei ging es darum ein altes Funkerhaus in „Hodderup“ mit mehreren Räumen und angeschlossener Außenflächen mit Leben zu füllen. Es wurden verschiedene Vereine gebildet, die Interesse an diesem Objekt hatten, unter anderem ein Jugendclub, ein Fußballclub, ein Kaninchenzüchterverein, das DRK und ein Elternverein mit der Idee einen Kindergarten dort unterzubringen und einen Gemeinderat der letztendlich darüber entschied was infrage kommt.  Die Aufgabe bestand nun darin, dass jeder mit seiner Institution versuchen sollte, das Gebäude oder einen Teil davon zu bekommen, indem beispielsweise Kooperationen geschlossen werden. Hierfür hatten wir ca. drei Stunden Zeit. Es gab drei Abschnitte, beim ersten sollten wir uns in unserem Verein einig werden was wir mit dem Objekt vorhaben. Bei dem zweiten ging es darum, anderen Institutionen mittels Briefverkehr von seiner Idee zu überzeugen und sich abzustimmen und so Partner zu finden, mit denen Kooperationen denkbar waren. Anschließend gab es eine Meetingphase, bei der die Kooperationen verfeinert werden konnten.

Nach einem leckeren Mittag und einer kurzen Pause kam Kai schon vorzeitig vorbei, um uns unsere Lehrgangsbescheinigungen und einige letzte Worte zum Lehrgang zu überbringen. Er nutze die Chance, um selbst noch aufs Gruppenfoto zu gelangen.

Hiernach folgte die Gemeinderatssitzung zum Planspiel vom Vormittag, die wir mit einem schnellen und für fast alle fairen Ergebnis abschlossen.

Anschließend machten wir ein Wochenfeedback, dass durchwegs positiv ausfiel und beidem klarwurde, dass wir so eine Woche auch gerne wiederholen würden.

Kurz darauf gab es schließlich unsere Lehrgangsbescheinigung und nach ausgiebiger Verabschiedung machten wir uns auf den Weg nachhause. 

Text: Lehrgangsteilnehmer

 
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