Bericht über einen der größten Feuerwehreinsätze in der Stadt Schleswig

Zu einem Standard Einsatz wurde die Feuerwehr Schleswig am frühen Abend des Donnerstages mit einem Löschzug in das Gewerbegebiet in Schleswig alarmiert. Gemeldet wurde ein Holzhaufenbrand ohne Größenangabe.

Bereits vier Minuten später wurde das Stichwort auf Grund der vielen Notrufeingänge durch die Leitstelle Nord auf FEU G erhöht.

Schon auf der Anfahrt zum Einsatzort konnte man massive Rauchentwicklung wahrnehmen. 

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der zwei Löschzüge aus Schleswig, war das Ausmaß des Feuers bereits weit fortgeschritten so dass man sich sofort weitere Feuerwehren nach Vorgabe der Einsatzleitung alarmieren lies.

Auf dem riesigen Gelände konnte man sich sehr gut mit den Einsatzfahrzeugen und der Einsatzleitung in Position bringen um jederzeit auf die Lage reagieren zu können.

Im besonderen Masse galt es unter anderen umliegende Gewerbehallen der Nachbargrundstücke mit leicht entzündbaren Stoffen mit einer Riegelstellung zu schützen. 

Das Feuer konnte immer wieder durch den aufkommenden orkanartigen Wind mit Gewitterdurchzug reichlich Nahrung finden, und somit war es eine Herausforderung die Flammen in den riesigen ca. 10 Meter hohen geschredderten Holzhaufen her zu werden. 

Eine Gesamtfläche von ca. 6000 qm3 mit rund 1000 Tonnen geschreddertes Holz musste kontinuierlich mit Radladern auseinandergefahren und dann abgelöscht werden.

Die sehr Arbeitsintensiven Löschmaßnahmen über mehrere Wenderohre, Wasserwerfer, Strahlrohre konnte größtenteils nur unter Atemschutz erfolgen, weil die Rauchentwicklung sehr massiv war. Die Bevölkerung wurde gebeten Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Da die Löschwasserversorgung und Mengen bei diesem Feuer nicht aus dem Hydranten Netz ausreichten, musste eine Wasserversorgung aus einem großen in 1350 Meter entfernten Teich zur Einsatzstelle gefördert werden.

In dem Einsatz waren neben den Einsatzkräften aus Schleswig weitere 14 Feuerwehren aus der Region sowie die Bundeswehrfeuerwehr Jagel, das THW SL, die Logistikgruppe der JUH SL, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz. 

Das Feuer konnte am Samstag 11.08. um 00.45 Uhr als gelöscht gemeldet werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch die ganze Nacht durch immer wieder aufflammendes Holz hin. Eine Brandwache wurde in mehreren Schichten bis in den frühen Samstagvormittag bereitgehalten.

In dem über 37 Stündigen einer der größten Einsätze der letzten Jahrzehnte der Schleswiger Feuerwehr waren insgesamt 290 Einsatzkräfte eingebunden. Bei dem Einsatz konnten glücklicherweise bis auf drei leicht verletzte Einsatzkräfte alle wieder gesund in Ihre Heimatstandorte einrücken.

An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Einsatzkräfte die in dem Einsatz eingebunden waren. 

Es hat alles hervorragend geklappt.   

Einsatzbeginn  Donnerstag, 09.08.2018, 18.42 Uhr
Einsatzende Samstag 11.08.2018, 08.30 Uhr.

Beteiligte Wehren und sonstige:

Schleswig, Moldenit, Neuberend, Füsing, Nübel, Flensburg/Weiche, Schaalby, Bundeswehrfeuerwehr Jagel, Lürschau, Hüsby, Kropp, Stolk, Fahrdorf, Idstedt, Jagel, Dannewerk, Feuerwehrtechnische Zentrale SL, THW Schleswig, Logistikgruppe JUH Schleswig, Rettungsdienst, Schleswiger Stadtwerke, Umweltamt, Polizei, Mitarbeiter Recyclingbetrieb und die Kreiswehrführung

Text: S. Schloßmacher / FF Schleswig 

 
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