Auslaufender Gefahrstoff sorgt für Großeinsatz

Ein Kamerad von der FF Nordhackstedt steigt in den CSA Anzug ein

Erster "Einsatz" für den neuen ELW der FF Wallsbüll

Der erste Trupp unter CSA erkundet das Gefahrstofflager

Die Mitglieder des LZG bereiten alles vor um die Säure umzupumpen

Die Personrettung mittels der Schleifkorbtrage läuft reibungslos

Am Samstagmorgen lief nicht alles nach Plan, im DMK Werk in Nordhackstedt. Die BMA Anlage hatte ausgelöst, daraufhin rückten die Feuerwehren Nordhackstedt, Hörup, Riesbriek, Linnau und Schafflund aus. Ebenso wurde der ELW der Feuerwehr Wallsbüll alarmiert. 

Nach der ersten Erkundung wurde sofort der Löschzug Gefahrgut aus Schleswig nachalarmiert. Ein Fass in dem circa 1.000 Liter Salzsäure gelagert wurde, hatte Leck geschlagen. 

Die Kameradinnen und Kameraden der Wehr Nordhackstedt erkundeten sofort im Gefahrenstofflager unter CSA Schutzanzügen die Lage. Nach dem Durchsuchen des Gefahrstofflagers war klar, das keine weiteren Personen im Lager vermisst wurden. 

Da Gefahrguteinsätze immer sehr personalintensiv sind, wurden alle Atemschutzgeräteträger zusammengezogen um genügend CSA Träger zur Verfügung zu haben, bis der LZG aus Schleswig an der Einsatzstelle eintreffen. Somit wurden immer wieder neue Trupps unter CSA in das Gefahrstofflager geschickt, um die auslaufende Flüssigkeit aufzufangen. Dies gelang auch unter hohem Personaleinsatz.

Nachdem Eintreffen des LZG wurde dann das Umpumpen der Säure vorbereitet und durchgeführt. Die Kameraden in den CSA Anzügen mussten sehr effizient arbeiten, da die Kräfte nach ihrem Einsatz auch noch dekontaminiert werden im CSA Anzug. Dadurch ist ihre Einsatzzeit auf ca. 15 Minuten beschränkt. 

Bei einer zweiten Einsatzstelle an einem Abbruchhaus, wurde dann ein weiteres Szenario eingespielt. Im ersten Obergeschoss gab es ein Feuer, zwei Personen werden vermisst. Nach Eintreffen von den Wehren Riesbriek und Hörup wurde sofort ein Löschangriff aufgebaut und die Menschenrettung wurde eingeleitet. Ein Angriffstrupp ging unter Atemschutz über die Steckleiter in das Obergeschoss vor. Nach dem ein gewaltsamen Öffnen eines Fensters konnten die zwei Personen, ein kleines Kind und ein Erwachsener, schnell gefunden werden. Das Kind wurde sofort über die Steckleiter in Sicherheit gebracht und dem Rettungsdienst übergeben. Die Erwachsene Person musste mit Hilfe der Schleifkorbtrage gerettet werden. Auch dies gelang ohne große Probleme. 

An der Meierei lief indes die Übung reibungslos weiter.  Am Ende der Übung wurden alle Kameradinnen und Kameraden von der DMK zu einer Bratwurst eingeladen. In einer späteren Nachbesprechung wird die Übung nochmals aufgearbeitet um evtl. aufgetretenen Fehler aufzuarbeiten. 

Text: T. O. Böwes

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